Pressemitteilung 02/2024

Der CSC München bleibt sozial

Auf dem langen Weg des CanG zur Cannabis-Legalisierung ist etwas Wichtiges verloren gegangen: Was als „Cannabis Social Club“ auf den Weg gebracht wurde, heißt im CanG jetzt „Anbauvereinigung“.

Der Konsum des angebauten Produkts in den Räumen der Anbauclubs ist untersagt, es darf kein Alkohol ausgeschenkt oder konsumiert werden, auch kein Bier, nicht einmal in Bayern. Die Bedingungen unter denen Anbauvereinigungen ihrer gerade noch erlaubten Arbeit nachgehen dürfen, verhindern – mit Strafandrohung – das in der Satzung des CSC-München genannte Vereinsziel seinen Mitgliedern ein lebendiges Vereinsleben zu bieten, „bei dem auch Spaß, Vergnügen und Geselligkeit in sicheren Räumen nicht zu kurz kommen.“

Als Anbauvereinigung ohne Vereinsleben kann der CSC-München seinen sozialen Zielen (Jugendschutz, Verbraucherschutz und Verbraucherberatung, Suchtprävention, wissenschaftlich fundierte Aufklärung) nicht nachkommen. Anbau und Clubleben – reden, Musik hören, kreative Konzepte entwickeln, es sich einfach in guter Gesellschaft gut gehen lassen – das ist unter dem Dach eines Vereins nicht mehr vereinbar.

Der CSC-München passt sich den Gegebenheiten des aktuellen CanG an und reformiert seine Organisationsform entsprechend.

Der CSC-München ist und bleibt ein Cannabis Social Club. Er wird satzungsgemäß weitergeführt – so lange allerdings das CanG so ist, wie es ist – ohne die statuierte Verpflichtung zum gemeinschaftlichen Anbau von Cannabis aller Mitglieder.

Mitglieder des CSC-München können Anbauclubs gründen, sie müssen es aber nicht mehr. In den Anbauclubs des CSC-München schließen sich Mitglieder zusammen, die Freude am Gärtnern haben und sich auf die Biologie des Hanfes konzentrieren wollen.

Für alle Mitglieder gibt es eine Vielzahl von Arbeitskreisen, in denen sie ihren Bedürfnissen und Interessen nachgehen können, z.B.

  • AK Anbau (Organisation der Anbauvereine, Beratung und erste Hilfe für Homegrower)
  • AK Ausbildung (für Berufe und ehrenamtliche Tätigkeiten im Bereich Cannabis)
  • AK Events & Veranstaltungen (Messen, Konzerte, Podiumsdiskussionen, Demos)
  • AK Finanzen (kümmert sich um die finanzielle Lebensfähigkeit des CSC)
  • AK Gesundheitsschutz, Jugendschutz, Prävention
  • AK Handwerk (im Vereinsheim und in den Pflanzräumen der Anbauvereine gibt es viel zu bauen und zu basteln)
  • AK Öffentlichkeitsarbeit (Marketing, Social Media, Website)
  • AK Vereinsheim (ein Vereinsheim mit Gaststätte, Konsumräumen, Büro und Besprechungsräumen will betrieben werden …)

Was habe ich von einer Mitgliedschaft in einem CSC-München, der nicht selbst anbaut? Ziel ist es ein vollständiges und seriöses Angebot rund um Anbau und Konsum von Hanf aufzubauen. Dazu gehören auch eine Online und Offline Bibliothek, Geräte zur leihweisen Nutzung wie Trimm-Maschine, Ölpresse, Rat und Best Practices für Home-Grower und das Vereinsheim als Treffpunkt und Basislager für alle. Der CSC organisiert Ausbildungen zum CCBT (Certified Cannabis Budtender), zum Cannaseur und etabliert wissenschaftlich fundierte Beratung durch erfahrene Spezialisten, die auch besorgten Eltern und Lehrern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Für angeschlossene Anbauclubs stellt der CSC-München Konzepte und Mustersatzungen zur Verfügung und Anbauräume in der schon vorhandenen Immobilie des CSC. Ihre Beratungs- und Präventionspflichten können die angeschlossenen Anbauclubs durch die Mitgliedschaft im CSC-München erfüllen.

Es kommt hinzu, dass durch die Neuorganisation des CSC-München die Begrenzung der Mitgliederzahl auf max. 500 Mitglieder entfällt. Der CSC-München bekommt dadurch einen viel größeren Handlungsspielraum für Aufklärung, Beratung und Förderung des verantwortungsvollen Gebrauchs einer vielseitigen Pflanze mit einer langen kulturellen Tradition in Deutschland und Europa.

Jede Hanfaktivistin und jeder Hanfaktivist findet im CSC-München seine Heimat und kann ihren bzw. seinen Interessen zusammen mit Gleichgesinnten nachgehen. Und – das ist das Schönste daran – es kann jetzt schon losgehen. Die Zeit des Wartens und Hoffens ist vorbei. Das Anmeldeformular für die Mitgliedschaft im CSC-München ist online:

https://csc-muenchen.de/jetzt-mitglied-werden

Hanfaktivisten vereinigt euch. Der erste Schritt zur Legalisierung ist fast getan. Aber es liegt noch ein Stück Weg vor uns, bis unsere alte Kulturpflanze Hanf wieder ihren angemessenen Platz in der Gesellschaft gefunden hat.

4 Gedanken zu „Pressemitteilung 02/2024“

  1. Hallo Leute,
    mir war von Anfang an klar, dass es in einem Land wie Deutschland nicht umzusetzen sein wird die Drogenpolitik neu aufzustellen.
    Zu sehr haben sich die großen Konzerne an den Drogen Nikotin und Alkohol bereichert.
    Da ist es nur verständlich, dass die Angst groß ist, dass deren Umsätze sinken.
    Wo bleibt eigentlich die Aufklärung in den Schulen und Kindergärten für Nikotin. Diese Droge, die körperlich und psychisch abhängig macht, ist überall verfügbar und sichtbar.
    Zum Glück bin ich nach 6 Monaten Kampf von dieser Droge nicht mehr abhängig.
    Beim Cannabis rauchen bzw. dampfen habe ich oft Pausen von mehreren Monaten, ohne auch nur irgendeine körperliche Veränderung oder ein Verlangen festzustellen.
    Wo bleiben hier die Kampagnen für unsere Kindern?
    Die schrecklichen Bilder auf den Zigarettenpackungen, wo niemand mehr hinschaut und sich alle dran gewöhnt haben.
    Ich sehe immer noch rauchende Cowboys im Fernsehen. Eigentlich in fast jedem Film ist immer irgendeine Person am Rauchen.
    1/2 g Nikotin reicht aus, um einen erwachsenen Menschen zu töten.
    Nikotin ist ein Nervengift und selbst Ungeziefer meidet die giftigen Tabakblätter. Ein guter Joint sollte schon mindestens 1/2 g beinhalten. Noch Fragen!?
    Die psychische Cannabis-Abhängigkeit bei jungen Leuten ist sicher ein Problem und sollte durch offene sichtbare Aufklärung diskutiert werden.
    Ich würde es dann aber auch sehr begrüßen, wenn wir über die viel zu sehr verharmlosten Drogen, weil gesellschaftlich anerkannt, wie Nikotin und Alkohol in der Gesellschaft sprechen.
    Unser Staat ist hier leider nicht ganz so engagiert, da doch die Tabak- und Alkohol-Steuer ein fester /wichtiger Bestandteil im Bundeshaushalt ist.
    LG

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  2. Hi zusammen,

    macht ihr mal einen Infoabend/tag zu dem man kommen kann, Leute kennen lernen, Fragen stellen und am besten auch Antworten bekommen kann? Viele Dinge lassen sich im direkten Gespräch viel besser erläutern.

    Generell ist eure Idee des wie ein CSC zu sein hat, eine sehr gute. Jedoch denke ich, dass Leute sich nicht alleine durch Internetauftritte überzeugen lassen.

    Ich freu mich über jede Info.

    Grüße

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  3. Hi ans Team, als ich mich damals beworben hatte ,da dachte ich es kommt auch mal ne Reaktion von Euch kommt?! Ich dachte ihr schreibt Uns( also die Bewerber! ) mal an bzw zurück. ?!? Woher weiß ich den nun ob ihr mich als Mitglied akzeptiert und aufnehmen? Über sodass wären bestimmt mehrere erfreut! LG Euch Chris

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    • Servus Chris,
      wir haben morgen eine Mitgliederversammlung, in dieser soll eine formelle Entscheidung zur Aufnahme getroffen werden.
      Vermutlich bist du nur bei uns in der Interessenten Voranmeldung registriert, die in der Liste eingetragenen wurden über die Freischaltung des Mitgliedsantrags informiert.
      Daher kannst du hier den Aufnahmeantrag ausfüllen: https://csc-muenchen.de/jetzt-mitglied-werden

      Grüße
      dein CSC München Team

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